Der Stifter des Preises

 

Dr. h.c. Manfred Lautenschläger c Manfred Lautenschläger Stiftung

Toleranz und Menschlichkeit finden ihren Ausdruck dort, wo die Verständigung zwischen Menschen und Völkern aktiv gelebt wird. Die Manfred Lautenschläger Stiftung setzt sich dafür ein, die Lebensumstände von Menschen zu verbessern und die Völkerverständigung zu fördern. Die Situation der Sinti und Roma in Europa ist daher ein Schwerpunktthema der Stiftung.

Seit Jahrhunderten sind Sinti und Roma von Diskriminierung und Verfolgung betroffen. Während des Zweiten Weltkrieges wurden sie Opfer von Völkermord und Enteignung, und auch heute sind sie als ethische Minderheit gesellschaftlich noch nicht vollständig integriert.

Mein Anliegen ist es daher, mich mit meiner Stiftung für die Wahrung der Bürgerrechte der Sinti und Roma sowie gegen ihre soziale Ausgrenzung einzusetzen. Dafür wird insbesondere der Dialog mit und über Sinti und Roma gefördert und ihre Eigenorganisationen unterstützt.

Um die Lage der Sinti und Roma vor allem auch in den ost- und südosteuropäischen Ländern zu verbessern, hat die Manfred Lautenschläger Stiftung im November 2007 gemeinsam mit dem Zentralrat und dem Dokumentations- und Kulturzentrum Deutscher Sinti und Roma den Europäischen Bürgerrechtspreis der Sinti und Roma ins Leben gerufen. Der mit 15.000 Euro dotierte Preis wird alle zwei Jahre an Einzelpersonen, Gruppen oder Institutionen vergeben, die sich für die Durchsetzung der Bürgerrechte für Sinti und Roma einsetzen.

Wer die Zukunft positiv gestalten will, muss sich der Vergangenheit erinnern und daraus Verantwortung für künftiges Handeln ableiten. Ich bin überzeugt, dass der Europäische Bürgerrechtspreis einen Beitrag dazu leisten kann, die Aufmerksamkeit auf die Situation der Sinti und Roma zu lenken und ihre zukünftigen Lebensumstände zu verbessern.

Dr. h. c. Manfred Lautenschläger,
Stifter und Geschäftsführer
der Manfred Lautenschläger Stiftung